„Der Untertan“ am 03.03.

Um uns auf die Veranstaltung „Antisemitismus und Männlichkeit bei Burschenschaften“ mit Veronika Kracher vorzubereiten – und uns einen kulturellen Input am Sonntagabend zu geben – schauen wir die Verfilmung von Heinrich Manns Roman „Der Untertan“. Es handelt sich um einen DEFA-Film von 1951. Die Vorführung findet im AStA-Infocafé statt.

Der Untertan

Nach dem Roman von Heinrich Mann, 1951

am 3. März 2019, 19 Uhr

AStA-Infocafé

Von-Melle-Park 5

Der Roman erzählt von Diederich Heßling als Beispiel für einen bestimmten Typ Mensch in der Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs. Heßling ist obrigkeitshörig, feige und ohne Zivilcourage. Er ist ein Mitläufer und Konformist. Heinrich Mann erzählt mit ironischer Distanz Heßlings Lebensgeschichte von dessen Kindheit bis hin zur Sicherung seiner Stellung in der wilhelminischen Gesellschaft. Er wird dargestellt als unsicherer junger Mann, Student, Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung, Stammtischagitator, Fabrikbesitzer, Kontrahent des Proletariats, Beherrscher der Familie, lokalpolitischer Intrigant und Verehrer des deutschen Kaisers Wilhelm II. An einer Kette solcher Episoden, denen Zitate aus Kaiserreden als Leitfaden dienen, wird Heßlings Aufstieg zu Einfluss und Macht dargestellt, wobei sich seine Persönlichkeit einerseits als Tyrann gegen Schwächere auslebt, andererseits als Untertan, der sich freudig höheren politischen Gewalten unterordnet.
Wikipedia

Brillante und beißende Satire auf den Untertanengeist und das als nationaler Chauvinismus missverstandene Preußentum – nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann. Staudtes künstlerisch überzeugendste Regiearbeit mit dem unter seiner straffen Leitung überragenden Werner Peters in der Titelrolle war, auch im Ausland, ein Renommiererfolg der DEFA.
Lexikon des Internationalen Films.

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