Al-Quds-Tag 2019

Während am 31. Mai im „Islamischen Zentrum Hamburg“ (IZH) dem 30. Todestag Ayatollah Chomeinis gedacht wurde, fand vor der Moschee eine Kundgebung von iranischen Oppositionellen und Freunden Israels statt. Der Redebeitrag im Namen des LAK Shalom Hamburg ging hierbei auch auf den sogenannten Al-Quds-Marsch am Tag darauf ein. (Mehr zu den Verbindungen zwischen IZH, Al-Quds-Tag, Iran und Hisbollah gibt es in einem Beitrag der Sendung „Kontraste“ zu sehen.) Am 1. Juni versammelten sich in Berlin mehrere hundert Islamismusgegner auf einer antifaschistischen Kundgebung am Adenauerplatz und einer bürgerlichen Kundgebung auf dem George-Grosz-Platz. (Der LAK Shalom, Aufrufer zu beiden Demos, wurde im Nachgang auch in einem Bericht der Jüdischen Allgemeinen erwähnt.) An der Islamisten-Demo nahmen vereinzelt Personen aus der NPD und dem „Jugendwiderstand“ teil, das Gros der Teilnehmer bestand jedoch aus Anhängern der Hisbollah und der Islamischen Republik, die iranische Staatspropaganda verbreiteten. So wurde sich etwa über die Despotie in Saudi-Arabien echauffiert, selbstredend ohne das eigene Unrechtsregime in Frage zu stellen. Hauptsächlich ging es aber, natürlich, gegen „die Zionisten“.