Israel: 1948 – 2019

Israel vor den Wahlen 2019

Seit zehn Jahren ist Benjamin Netanjahu Ministerpräsident von Israel, keiner hielt am Stück am länger aus. Und auch im Vergleich der Gesamt-Amtszeiten steht Netanjahu kurz davor, im Juli David Ben Gurion einzuholen – falls er dann noch im Amt ist. Sah es Anfangs so aus, als könnte höchstens der Staatsanwalt seine Wiederwahl am 9. April verhindern, ist Netanjahu nun plötzlich mit einer ernsthaften Konkurrenz konfrontiert. Der politische Newcomer Benny Gantz führt plötzlich zusammen mit dem liberalen Oppositionspolitiker Jair Lapid die Umfragen an. Gleichzeitig tun sich am rechten Rand neue Bündnisse zusammen, während alte auseinander brechen. Die politische Linke scheint unterdessen kaum aus ihrer Agonie herauszukommen.

Wir wollen am 8. April um 18 Uhr einen Blick auf das israelische Parteienspektrum und den Verlauf des Wahlkampfes werfen. Wieso ist die Linke im Hintertreffen, wer sind Gantz und Lapid und was würde ein weiterer Wahlsieg von Netanjahus Rechts-Koalition, auch im Hinblick auf die globale Israel-Solidarität, bedeuten?

Im Anschluss an das Eingangsreferat von Jan Vahlenkamp werden wir für alle Interessierten eine Führung durch die Ausstellung 1948 anbieten. Die Veranstaltung findet statt im AStA-Infocafé, Von-Melle-Park 5.

 

Israel zur Zeit der Gründung 1948

Wie kein anderer Staat sieht Israel sich mit einem Informationskrieg konfrontiert und mit Vorwürfen, die in den allermeisten Fällen nicht der Wahrheit entsprechen, sondern plumpe Propaganda sind. Die antiisraelische Propaganda wird befeuert von einem teilweise fundamentalistischen, generell antidemokratischen und antiwestlichen Geist. Im Kern geht es um die Verbreitung von historischen Verzerrungen im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels. Kann man so hinnehmen wie vieles andere auch. Muss man aber nicht. 2018 feierte Israel seinen 70. Unabhängigkeitstag. Anlass genug, die geschichtliche Wahrheit zurückzuholen.

Mit einer fundierten, bundesweit geplanten Ausstellung unter dem Titel »1948. Die Ausstellung« möchten wir israelbezogenem Antisemitismus entgegenwirken. Sie zeigt mit historischer Gründlichkeit, was im Mainstream untergeht: Wie Israel wirklich entstand. Und entlarvt eine der absurdesten Propaganda-Kampagnen der Neuzeit.

Wir führen am Samstag, den 13. April um 16 Uhr durch die Ausstellung 1948 und geben somit einen Einblick in die Geschichte des jüdischen Staates. Die Ausstellung ist vom 1. – 30. April an der Uni Hamburg, Raum 0041, Von-Melle-Park 5 zu sehen.