Aufruf zur Kundgebung: Kein Al-Quds-Tag in Hamburg!

Der LAK Shalom Hamburg unterstützt nachfolgenden Aufruf des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg:

Der alljährlich stattfindende und vom iranischen Regime initiierte Al-Quds-Marsch ist, vielleicht neben Wolfgang Gedeon, das Brachialste, was der Antisemitismus in Deutschland dieser Tage zu bieten hat. Jeden Sommer versammelt sich eine dreistellige Gruppe an Menschen, um ihrem Vernichtungswunsch gegen Israel Ausdruck zu verleihen. Dabei bedürfen sie meist Ordner*innen, die sie davon abhalten, direkt vor Ort Jagd auf Jüd*innen und Andersdenkende zu machen. Es ist daher sehr begrüßenswert, dass es zu großen Gegenprotesten kommt.

Allerdings bleibt das breite Engagement gegen die beim Al-Quds-Tag aktiven Gruppen oft auf das Großereignis selbst beschränkt. Die Organisator*innen, früher war es das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) unmittelbar, heute vermittelt über eine ominöse Al-Quds AG, erfreuen sich aber dennoch breiter gesellschaftlicher Anerkennung. Während wahrscheinlich kaum ein*e Regierungsvertreter*in ein gutes Wort über den Antisemit*innenauflauf verlieren würde, bleibt der Staatsvertrag zwischen Hamburg und dem IZH weiterhin bestehen und Leseprojekte werden unter dem Deckmantel des “Kampfes gegen den Extremismus” bezuschusst. Dabei sollte sich eine Zusammenarbeit mit Antisemit*innen und Schergen der islamischen Republik Iran, deren Ziel es ist, Israel nuklear auszulöschen, von selbst verbieten.

Dass das IZH einer der Mitorganisator*innen des Al-Quds-Tags ist, reiht sich dabei ein in eine langjährige antizionistische Agitation dieses Vereins. Schon in seiner Frühphase in den 60er-Jahren vertrat das IZH offen die Sache der Revolution im Iran, die von Anfang an mit der Forderung nach der Vernichtung Israels verknüpft war. Mit dem Sieg der islamischen Revolution wurde es dann zu einer Zentrale des Revolutionsexports, indem es immer wieder versuchte, Einfluss auf in Deutschland lebende Schiit*innen auszuüben, Gegner*innen des iranischen Regimes unter Druck zu setzen und der Hisbollah, verlängerter Arm der Mullahs und eine der gefährlichsten Terrororganisationen weltweit, Räume und Strukturen zur Verfügung stellte.

Anstelle daher weiter mit dem iranischen Regime und seinen Vertreter*innen in Deutschland zu kooperieren, wäre es im Gegenteil angemessen, sich diesen konsequent in den Weg zu stellen – nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg.
Wir rufen deshalb dazu auf, die Proteste gegen den Al-Quds-Tag vor die Haustür des Mullah-Regimes in Deutschland zu tragen! Kommt also sowohl zahlreich zu den Protesten in Berlin, als auch zur Kundgebung am 10. Juni vor dem Islamischen Zentrum um 17 Uhr.

Weg mit dem Al Quds-Tag!
Weg mit dem Mullah-Regime!
Gegen jeden Antisemitismus!
Solidarität mit Israel!